MARNER CARE · Ratgeber

Olivenbaum schneiden auf Mallorca

Ein Olivenbaum verzeiht fast jeden Fehler — nur nicht viele Jahre davon. Wann auf Mallorca geschnitten wird, wie viel Krone wegdarf, und warum sauberes Werkzeug hier wichtiger ist als die Schnitttechnik.

Deutschsprachiger AnsprechpartnerBetreuung auf der ganzen InselMonatsbericht mit Fotos
Sehr alter Olivenbaum mit breiter silbergrauer Krone vor einer Kalksteinwand, Finca pública de Mortitx
Alter Olivenbaum in der Finca pública de Mortitx, Escorca · Foto: Christoph Strässler, CC BY-SA 2.0

Der Zeitpunkt

Ende Januar bis März — vor dem Austrieb

Geschnitten wird am Ende des Winters, nach den kältesten Nächten und bevor der Baum austreibt: auf Mallorca meist von Ende Januar bis in den März. Dann sind die Wunden bis zum Sommer verschlossen, und der Baum steckt seine Kraft in die verbliebenen Triebe.

Zwei Zeitfenster sind tabu: der Hochsommer, weil frisch freigelegte Rinde in der Augusthitze regelrecht verbrennt — und der Herbst vor der Ernte, weil dann Frucht und Kraft am Baum hängen.

Das Maß

Licht und Luft, nicht Radikalkur

Die alte Faustregel der Inselbauern gilt noch immer: Die Krone soll so licht sein, dass ein Vogel hindurchfliegen kann. Zuerst kommen Wassertriebe weg — die senkrechten Ruten aus Stamm und Astansätzen — dann nach innen wachsende und sich kreuzende Äste, dann totes Holz.

Mehr als etwa ein Viertel bis ein Drittel der Krone sollte ein Jahr nicht verlieren. Die Olive trägt am Holz des Vorjahres: Wer radikal kappt, hat zwei Jahre Ruhe im Ertrag und einen Baum voller Wassertriebe. Ein maßvoller Schnitt jedes Jahr schlägt die Radikalkur alle fünf.

Bei jungen Bäumen ist der Schnitt Erziehung (ein Grundgerüst aus drei, vier Leitästen), bei alten Erhaltung — und bei vergreisten Bäumen eine Verjüngung, die man über zwei bis drei Winter verteilt statt in einem.

Xylella

Warum das Werkzeug sauber sein muss

Auf den Balearen ist das Bakterium Xylella fastidiosa nachgewiesen, das Oliven- und Mandelbäume befallen kann. Eine Heilung gibt es nicht — nur Vorbeugung. Für den Schnitt heißt das: Werkzeug zwischen Bäumen und erst recht zwischen Grundstücken desinfizieren, Schnittwunden glatt ausführen, und auffällig vertrocknende Astpartien nicht einfach wegschneiden, sondern fachlich abklären lassen.

Das ist der Grund, warum der billigste Schnitt der teuerste sein kann: Wer mit ungereinigtem Werkzeug von Grundstück zu Grundstück zieht, trägt mehr davon als Schnittgut.

Danach

Das Schnittgut gehört weg

Auf Mallorca bleibt Schnittgut nicht liegen: Trockenes Astwerk ist Brandlast, gerade in Hanglagen und am Waldrand. Es wird gehäckselt oder abgefahren, und der Brandschutzstreifen ums Haus gehört in denselben Arbeitsgang.

Bei MARNER CARE gehören Hain, Baumschnitt und Brandschutzstreifen zu den Arbeiten, die zwei- bis dreimal im Jahr nach Aufwand anfallen — die laufende Gartenpflege wird nach Gärtnertagen gerechnet. Alles davon geben Sie vorher frei.

Was Eigentümer dazu fragen

Trägt der Baum nach dem Schnitt weniger?

Nach einem kräftigen Schnitt ja, für ein bis zwei Jahre — die Olive trägt am Holz des Vorjahres. Deshalb ist der maßvolle jährliche Schnitt dem radikalen alle paar Jahre überlegen: Er hält Ertrag und Form im Gleichgewicht.

Kann ich im Sommer schneiden?

Besser nicht. Frisch freigelegte Rinde bekommt in der Sommerhitze Sonnenbrand, und der Baum verliert Wasser über jede Wunde. Was im Sommer stört, wird angebunden oder notiert — geschnitten wird am Ende des Winters.

Übernimmt MARNER CARE den Baumschnitt?

Ja. Hain, Baumschnitt und Brandschutzstreifen erledigen wir zwei- bis dreimal im Jahr nach Aufwand, mit Angebot und Ihrer Freigabe vorab. Die laufende Gartenpflege gibt es nach Gärtnertagen ab 450 € im Monat.

Hain und Garten in festen Händen? Sagen Sie uns, wo Ihr Grundstück liegt.

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